Die 1. Herren - News

09.06.2018 · Rot-Weiss Köln - Harvestehuder THC 8:2 (4:2)

Rot-Weiss Köln zum siebten Mal in Serie im DM-Finale
FINAL FOUR: Köln Herren nach 8:2 (4:2) gegen HTHC erneut im Endspiel

09.06.2018 - Die Herren von Rot-Weiss Köln haben beim Final Four in Krefeld vor 4.057 Zuschauerndas Endspiel um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft erreicht. Der Hauptrundenerste setzte sich im Halbfinale gegen den Harvestehuder THC am Ende deutlich und insgesamt auch verdient mit 8:2 (4:2) durch und steht damit zum siebenten Mal in Folge im Finale. Mitentscheidend war an diesem Samstag die Eckenverwertung. Während Köln aus vier Versuchen zwei Treffer generieren konnte, war Harvestehudes Eckenspezialist Michael Körper diesmal kein Faktor, vergab alle acht Versuche.

„Das Ergebnis interessiert mich am Ende überhaupt nicht. Ob du solch ein Spiel 2:3 oder 2:10 verlierst, ist egal!“, sagte HTHC-Coach Christoph Bechmann nach der Partie. „Wir sind mit dem Plan, gegen ein solches Team wie Köln über 60 Minuten Eins-gegen-Eins zu spielen – was sicher auch ein bisschen verrückt ist – über drei Viertel gut gefahren, hatten ja auch genug Chancen, darunter acht Ecken. Deshalb bin ich eher stolz auf unser Team, wo ja ganz viel in den Zweikämpfen normale Bundesligaspieler gegen Nationalspieler stehen. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt und auch durch individuelle Fehler Kölns Tore befördert. Für mich war das 4:2, das Christopher Rühr nach langem Solo ja sensationell schießt, der Knackpunkt.“
Kölns Cheftrainer André Henning war mit seinem Team sehr zufrieden: „Mal abgesehen von den acht Ecken gegen uns, was einen Trainer in der Menge nie freut, haben wir viel von dem, was wir uns vorgenommen hatten, auch sehr gut umgesetzt. Der HTHC hat dieses Eins-gegen-Eins gegen uns leider schon sehr oft erfolgreich gespielt – weshalb wir uns darauf auch vorbereitet hatten. Die Mannschaft hat die Qualität auf den Platz gebracht, unsere herausragenden Leute im richtigen Moment stark in Szene zu setzen. Im Vergleich zum letzten Jahr, wo wir nach dem 3:0 abgeschaltet haben, sind wir diesmal viel mehr bei uns geblieben.“

Nach einer nur ganz kurzen Abtastphase nahm die Partie schnell Fahrt auf. Vor allem Köln entwickelte sofort Zug Richtung Tor, wenn man den Ball hatte. So fiel auch die frühe Führung für die Domstädter, als Moritz Trompertz über die linke Seite abging, in den Kreis eindrang und mit der Rückhand abzog, sodass der HTHC den Ball nur hoch ins eigene Tor ablenken konnte (3.). Die Rot-Weissen drückten weiter auf das Hamburger Tor. Mats Grambusch zog mit Tempo in den Kreis und fand einen gegnerischen Fuß für die erste Strafecke, die allerdings verstoppt wurde (6.). In der Folge allerdings befreite sich der HTHC etwas und kam in der 10. Minute zum Ausgleich. Finn Köhler trieb den Ball in den Kreis, verlor ihn aber – zum Glück an Mitspieler Nicholas Spooner, der freistehend von halblinks traf. In Kölns Hintermannschaft hatte da die Zuordnung nicht ganz gepasst.
Doch Köln hatte direkt die Antwort parat. Im Stile von Trompertz bei 1:0 zog auch Christopher Zeller über links in den Kreis und brachte den Ball mit der argentinischen Rückhand Richtung Tor. Marco Miltkau schien noch dranzukommen, aber niemand berührte Zellers Ball mehr (11.). Jetzt war es ein Spiel mit offenen Visieren. Kölns nächste Aktion brachte die nächste Ecke. Diesmal passte der Ablauf für Tom Grambusch perfekt, und er verwandelte flach mittig zum 3:1 (12.). Auf der anderen Seite gab es kurz darauf ebenfalls Strafecke. Christopher Rühr lief gegen HTHC-Spezialist Michael Körper sehr gut ab, wurde zwar getroffen, konnte aber gleich weiterspielen. Harvestehude blieb aber am Drücker, holte in der 14. Minute nochmals Ecke. Diesmal wehrte Keeper Victor Aly gut ab, aber Köln konnte den Ball nicht richtig klären, und es gab die Wiederholungsecke. Die allerdings wurde knapp neben das Tor verzogen. Und direkt der nächste Kölner Angriff brachte beinahe das 4:1, hätte nicht Jan Fleckhaus auf der Torlinie die Hereingabe von rechts um Haaresbreite verpasst (15.).
Das zweite Spielviertel begann diesmal mit einem frühen Treffer für den HTHC. Daniel von Drachenfels setzte sich mit Ball gegen drei Gegenspieler durch, zog vom Kreisrand flach ab und ließ Keeper Victor Aly keine Abwehrchance (18.). Es blieb ein schnelles und attraktives Spiel mit sehenswerten Offensivaktionen auf beiden Seiten. In der 22. Minute bekam der HTHC eine weitere Ecke zugesprochen, Köln forderte den Videobeweis an – und bekam Recht. Direkt im nächsten Angriff stieß Christopher Rühr mit hohem Tempo nach vorn und traf mit seinem Schuss einen HTHCer am Körper, was die Ecke für Köln nach sich zog. Wieder trat Tom Grambusch an, verzog diesmal aber knapp rechts. Doch auch Harvestehude suchte mit schnellem Umschaltspiel den direkten Weg zum Tor. Noch vor der Halbzeitpause setzte Kölns Christopher Rühr ein echtes Highlight: Der Nationalspieler nahm sich den Ball tief in der eigenen Hälfte, zog einen unnachahmlichen Sprint bis in den HTHC-Schusskreis an und schloss überragend mit der Rückhand flach ins lange Eck ab – zu recht von den Zuschauern bejubelt (29.).

Es war auch zu Beginn des dritten Viertels ein recht offener Schlagabtausch. Köln hatte die erste nennenswerte Kreisszene, doch der HTHC in Person von Tobias Hauke fand in der 35. Minute einen gegnerischen Fuß für die vierte Strafecke. Michael Körper trat an, scheiterte jedoch am blitzschnell reagierenden Victor Aly im Kölner Tor. Zwei Minuten später wieder Ecke für Hamburg. Köln bemühte noch mal den Videobeweis, doch diesmal blieb es bei der Entscheidung von Schiedsrichter Blasch. Auch Körpers fünfter Versuch hatte keinen Erfolg. Der Ball wurde abgelaufen von Rühr, kam aber noch zu Tobias Hauke. Doch bevor der abschließen konnte, wurde wegen Fußspiels abgepfiffen. Stattdessen sorgte auf der anderen Seite Kölns Jan Fleckhaus für eine Art Vorentscheidung. Angespielt im Kreis drehte er sich um den Gegenspieler und brachte den Ball mit der Vorhand aufs Tor, wo zwar Maximilian Schnepel vor einem einschussbereiten Kölner zur Stelle war, den Ball aber nur ins eigene Tor ablenken konnte (38.).
Schon gegen Ende des dritten Viertels übergab HTHC-Coach Christoph Bechmann die Torwartrechte an einen elften Feldspieler. Harvestehude bekam kurz darauf Ecke Nummer sechs, doch auch diese brachte nichts ein (44.). Die virtuelle Überzahl brachte bis dahin noch nicht viel für den HTHC - bis auf eine weitere Ecke in der 45. Minute. Die wurde verstoppt – diese Option – eigentlich eine Stärke des HTHC – war ausgerechnet in diesem deutschen Halbfinale noch keine Option.
Die Norddeutschen starteten noch mal mit Druck und weiter mit dem elften Feldspieler ins Schlussviertel. Bei drückenden Temperaturen verlor die Partie ein wenig an Fahrt, allerdings nicht an Qualität. Harvestehude versuchte, sich noch einmal ins Spiel zu kämpfen, doch Köln verwaltete die Führung jetzt routiniert und ließ nur noch wenig zu und setzte vereinzelt Nadelstiche. Strafecke Köln in der 53. Minute: Diesmal versuchte sich Christopher Rühr gegen den HTHC, der ohne echten Torhüter stand – und machte das halbe Dutzend für Köln voll. Keeper Tobias Walter kehrte danach ins HTHC-Tor zurück, während beim HTHC nun die Köpfe vermehrt hingen. Und so konnte er auch das siebte Gegentor auch nicht verhindern. Marco Miltkau setzte sich am Kreis durch, zog dann mittig ab und ließ Walter keine Abwehrchance (55.). Doch das war es noch nicht: Maximilian Werner passte von rechts vor das HTHC-Tor, wo Jan Fleckhaus richtig stand und das 8:2 markierte (57.). Auch der vom HTHC angeforderte Videobeweis änderte daran nichts. Der HTHC bekam noch die Schlussecke – Nummer acht. Köln verteidigte nicht voll, doch Körper scheiterte erneut, diesmal am noch eingewechselten Kölner Keeper Nicolas Hillmann beispielhaft für diese Partie.

03.06.2018 · Harvestehuder THC - UHC Hamburg 4:3 (0:1)

In einem rassigen Derby haben sich Hockey-Herren vom HTHC Hamburg am Sonntag vor 800 Zuschauern zum Abschluss der Hauptrunde mit einem 4:3 (0:1) gegen UHC verabschiedet, bleiben trotz des Erfolges aber Vierter und treffen im Halbfinale der DM-Endrunde am kommenden Wochenende in Krefeld auf Spitzenreiter Rot-Weiss Köln. Für Torwart Tobias Walter war es das vorläufig letzte Heimspiel im Dress des HTHC, der Olympiadritte von Rio wechselt für zwei Jahre zu den KHC Dragons nach Antwerpen (Belgien). Für den zweimaligen Olympiasieger Moritz Fürste war es dagegen das letzte Spiel für den UHC überhaupt. Ebenso für Nico Jacobi, Lukas Katterbach und Trainer Kais al Saadi, die anschließend noch im UHC-Clubhaus emotional gefeiert wurden.

Oft in seinem Abschiedsspiel richtete sich der Blick der Zuschauer auf den Routinier im UHC-Dress richtete. So ging das 1:0 für den UHC auf Moritz Fürstes Konto, der eine Kurze Ecke souverän verwandelte (28.). Beteiligt war Fürste allerdings auch am Ausgleich des HTHC. Zwar konnte er einen Eckenschuss abwehren, lenkte den Ball dabei aber zu Herausgeber Tobias Hauke (erstes Match als junger Vater), der kein Problem hatte, aus kurzer Entfernung das 1:1 zu erzielen (38.).

In der Folge wogte die Partie hin und her, mal mit Vorteilen für den HTHC, mal mit Vorteilen für den UHC. Und der konnte sich bei einer weiteren Kurzen Ecke wieder auf Fürste verlassen. Sein Schuss aufs Tor erreichte Mitspieler Hannes Müller, der zum 2:1 einnetze (42.). Das erste Tor aus dem Spiel heraus erzielte schließlich Daniel von Drachenfels kaum eine Minute später nach einem Solo auf der rechten Seite des UHC-Schusskreises. Zwei Minuten danach sorgte Michael Körper mit einer verwandelten Kurzen Ecke für die erste HTHC-Führung.

Gegen die allerdings in der Abwehr immer mal wieder Schwächen zeigenden Gastgeber kam der UHC fünf Minuten nach dem Rückstand erneut zu einer Kurzen Ecke. Und es war erneut Moritz Fürste, der Walter mit einem Schuss links unten in die Ecke bezwang. Danach hatten beide Teams weitere gute Szenen, doch nur eine führte zu einem Treffer. Hauke setzte sich auf der linken Seite durch und seine Hereingabe landete bei Tobias Lietz, der die Kugel halbhoch in den UHC-Kasten drosch (56.). Danach nahm Trainer Kais al Saadi Torwart Thomas Morrice vom Feld. Doch trotz Überzahl wollte dem UHC der verdiente Ausgleich nicht mehr gelingen.

„Uns hat der letzte Biss gegen ein Team gefehlt, für das hier um nichts mehr ging”, räumte HTHC-Trainer Christoph Bechmann anschließend ein. Moritz Fürste, der 15 Sekunden vor Ende noch eine Gelbe Karte gesehen hatte, betonte derweil: „Das Ende habe mir natürlich anders vorgestellt. Das ist ein Derby gewesen, und das will ich gewinnen. Ich habe nicht anders gespielt, weil es mein letztes Spiel war, und ich denke, das zeigt, was mich ausmacht.“

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