Die 1. Herren - News

12.05.2019 · UHC Hamburg-Harvestehuder THC3:3 (0:1)

In einem unterhaltsamen und stets fairen Hamburg-Derby trennten sich der UHC Hamburg und der Harvestehuder THC 3:3 (0:1) unentschieden. Nach einem späten Tor durch Jan-Philipp Heuer sah der HTHC schon wie der sichere Sieger aus, Jan Philip Rabente konnte allerdings Sekunden vor Schluss den durchaus verdienten Ausgleich erzielen. Durch die Punkteteilung rutschte der UHC vom dritten auf den vierten Tabellenplatz, da der Mannheimer HC zeitgleich gegen Nürnberg siegte. Zudem verpasste der HTHC die sehr kleine Chance auf das Halbfinale und belegt in der Endabrechnung Platz fünf.

Der Harvestehuder THC, für den Paul Pongs, Timo Köllen und Felix Mathes ihr letztes Spiel bestritten, startete besser in die Partie und ging durch Jakob Misof nach einem Pass von halblinks schnell in Führung (9.). Im zweiten Viertel kamen die Gäste besser ins Spiel, glichen aber erst nach der Halbzeit durch Milan Weber aus, der einen Nachschuss oben links in den Giebel setzte (38.). Im letzten Viertel nahm die Partie noch einmal an Fahrt auf - Philip Schmid schlenzte eine Strafecke zur 2:1-Führung für den UHC in den Winkel (47.), auf der anderen Seite nahm Hamish Imrie nahm in der 52. Minute einen abgeprallten Ball geschickt auf und glich zum 2:2 aus (52.). Drei Minuten vor Schluss nahm der UHC den Torwart zugunsten eines elften Feldspielers heraus, wollte auf drei Punkte gehen, um sich den dritten Tabellenplatz zu sichern, doch nur Sekunden später lenkte Jan-Philipp Heuer den Ball ins leere UHC-Tor. Die Hausherren drückten nun weiter und kamen zwölf Sekunden vor Abpfiff zum Ausgleich durch Jan Philip Rabente, der sich über die rechte Seite durchgesetzt hatte.

UHC-Trainer Benedikt Schmidt-Busse sah ein „richtiges Derby in einem intensiven Spiel“, das stets fair geführt wurde: „Die ersten 15 Minuten waren wir noch nicht voll da, sind dann aber immer besser ins Spiel gekommen. Über das gesamte Spiel gesehen haben wir uns ein leichtes Chancenplus erarbeitet, so dass das Unentschieden durchaus verdient ist.“ Auch sein HTHC-Kollege Christoph Bechmann sah ein intensives Derby, „das gut anzusehen war – immer fair, aber bissig in den Zweikämpfen. Man hat gesehen, dass beide Mannschaften gewinnen wollten. Wir waren natürlich über den Spielstand in Mannheim informiert, so dass das Ergebnis am Ende für uns fast schon egal war. Dafür haben wir heute einen guten Saisonabschluss hingelegt.“

05.05.2019 · Harvestehuder THC - Club an der Alster 2:3 (0:2)

Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft steht den HTHC-Herren weiter offen, aber die Voraussetzungen sind schwer geworden. Durch die 2:3-Niederlage am Sonntag vor rund 500 Zuschauern gegen den Club an der Alster und dem Sieg des UHC beim Hamburger Polo Club kann die Mannschaft von Trainer Christoph Bechmann nur noch Vierter werden, wenn man am letzten Spieltag beim UHC gewinnt, der sein Endrundenticket sicher hat, und Mannheim zuhause gegen Nürnberg verliert. Alster hingegen kann über den Klassenerhalt jubeln, weil Düsseldorf parallel in Mülheim verlor und mit fünf Zählern Rückstand auf das Mahn-Team als zweiter Absteiger neben BW Berlin feststeht.

„Wir hätten dieses Spiel eigentlich gewinnen müssen”, stellte Bechmann vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit fest und betonte: „Wir haben alles probiert.” Dass es am Ende nicht reichen sollte, lag auch an den zahlreichen vergebenen Kurzen Ecken.

Den besseren Start erwischte Alster. Der erste Schuss Richtung Kreis führte gleich zu einer Kurzen Ecke, die aber nicht genutzt wurde. Wenig später gab es eine weitere gute Möglichkeit für die Gäste, das 1:0 zu erzielen. Der HTHC brauchte ein paar Minuten, um selbst in die Partie zu finden, doch Alster machte insgesamt den besseren Eindruck in dieser Phase.

Verdient fiel dann auch das 1:0. HTHC-Torwart Anton Brinkman hatte einen Schuss zwar noch abwehren können, doch Patrick Schmidt (Nr. 28??) setzte nach und brachte die Kugel im Tor unter. Danach hatte der HTHC eine etwas stärkere Phase, doch Alster-Torwart Mark Appel verhinderte zweimal mit Glanztaten den Ausgleich. Kurz vor Ende des ersten Viertels holte Niklas Bruns eine Kurze Ecke heraus, die Dieter Linnekogel zum 2:0 verwertete.

Die Hoffnung, im zweiten Durchgang möglichst schnell den Anschlusstreffer zu erzielen und Alster so unter Druck setzen zu können, erhielt schnell einen Dämpfer. Chris Newman erzielte nach einem Angriff über die rechte Seite das 3:0. “Dieser Treffer war natürlich sehr wichtig für uns”, betonte Alster-Trainer Joachim Mahn danach.

Der HTHC erhöhte danach noch einmal den Druck und bekam in der 41. Minute einen Siebenmeter zugeprochen. Doch Michael Körper scheiterte an Appel. Kurz vor dem Viertelende gab es Gelb für Alster aufgrund eines Wechselfehlers. Bechmann reagierte und nahm seinen Torwart raus. Mit zwei Mann mehr über fünf Minuten wollte aber kein Tor gelingen. Bechmann indes ließ auch nach Ablauf der Strafe seinen Torwart draußen. Schließlich konnte der HTHC in Person von Michael Körper dann eine Kurze Ecke zum 1:3 nutzen. Der Österreicher traf knapp drei Minuten vor dem Ende erneut per Kurzer Ecke zum 2:3 und hatte danach noch einmal die Chance, per Kurzer Ecke das 3:3 zu erzielen. Das aber verhinderte Appel.

„Natürlich hat uns der HTHC zum Schluss an die Wand genagelt. Aber wir haben 20 Klassen besser verteidigt als am Tag vorher beim UHC. Ich denke, der Sieg für uns war verdient”, sagte Mahn.

04.05.2019 · Harvestehuder THC - Hamburger Polo Club 3:0 (3:0)

Die Herren des Harvestehuder THC halten Anschluss an die Final-Four-Plätze und schossen den Hamburger Polo Club mit dem 3:0 (3:0) aus dem Rennen um selbige. Beide Teams mussten den Verlust wichtiger Schlüsselspieler kompensieren, den Schwarz-Gelben von der Barmbeker Straße genügten die Tore im zweiten Viertel, um die Partie für sich zu entscheiden. Während für Aufsteiger Polo der Play-off-Zug damit endgültig abgefahren ist, können die Harvestehuder weiter von einer Endrundenteilnahme in Krefeld hoffen, müssen dabei aber zum Saisonabschluss kommenden Sonntag beim UHC siegen.

Beide Teams mussten auf wichtige Stammspieler verzichten: Während Polo ohne das bei den Series Finals in Malaysia verweilende Österreich-Quartett um Leon Thörnblom und Bartosz Szmidt auflief und ebenso das Fehlen von Toptorjäger Jonathan Fröschle und dem bereits früh während der Partie ausscheidenden Leistungsträgers Mathias Müller kompensieren musste, fehlten beim HTHC Austria-Kapitän Xaver Hasun sowie der Waliser Owain Dolan-Gray. Und die Hausherren konnten die Leistungsträger offensichtlich besser ersetzen. Nach einem ersten Abtasten im Auftaktviertel fälschte Peer Köhler kurz nach Anpfiff des zweiten Quarters einen Stecher von Michael Körper zur 1:0-Führung in den Polo-Kasten (17.). Als erst Michael Körper per Ecke auf 2:0 erhöhte (20.) und Anton Pöhling die Führung im gleichen Viertel auf 3:0 hochschraubte (27.), war die Partie früh entschieden. Denn nach der Pause machte sich auf beiden Seiten das Fehlen der Stammspieler bemerkbar. „Die zweite Hälfte war von beiden Teams zerfahren. Ich bin mit dem Sieg aber hochzufrieden, weil wir im ersten Durchgang besser waren und die Tore schießen“, analysierte HTHC-Coach Christoph Bechmann einen im Endeffekt sicheren Sieg.

Auch Polo-Trainer Matthias Witthaus schmerzte mit Blick auf eine erfolgreiche Premierensaison des Aufsteigers der Umstand, dass der Final-Four-Zug drei Spieltage vor Saisonende abgefahren war, kaum: „Klar waren wir in Lauerstellung. Aber mit Blick auf die erfolgreiche Saison ist die Enttäuschung über die Niederlage gegen den HTHC nicht groß. Wenn mit Jonathan Fröschle, Leon Thörnblom und Mathias Müller drei Leistungsträger wegegefallen, ist es nicht verwunderlich, dass es heute nicht funktioniert hat. Der HTHC war spielerisch nicht überlegen, deswegen kann ich mit der Niederlage total gut leben.“