Meilensteine

Die Geschichte des HTHC zählt bereits 123 Jahre, sie ist interessant und vielseitig.

Einzelheiten sowie weitere Geschichten und Erfolge können Sie in der "Chronik des HTHC" von Rolf Urselmann zum hundertjährigen Bestehen des Clubs lesen. An dieser Stelle sollen jedoch nur die besonderen "Meilensteine" aufgeführt werden.

1891

Gründung des Harvestehuder Lawn-Tennis-Club (HLTC) auf dem Gelände des "Eisbahnvereins vor dem Dammthor" zwischen Rothenbaumchaussee und Mittelweg (heute DTB Rothenbaum). Dem HLTC stehen am Anfang im Sommer drei Tennisplätze zur alleinigen Nutzung zur Verfügung. Im Winter werden auf dem ganzen Gelände Netze und Pfosten abgeräumt und die Plätze für das Schlittschuhlaufen unter Wasser gesetzt. Es gibt dort ein großes Clubhaus, in dem der HLTC Umkleideräume und einen eigenen Clubraum erhält.

1904

Gründung des Harvestehuder Hockey-Club (HHC), ebenfalls auf dem Gelände des "Eisbahnvereins vor dem Dammthor". Viele der Hockeyspieler dieses Clubs sind gleichzeitig Mitglied im HLTC und spielen dort Tennis. Für den HHC wird ein Hockeyplatz entlang der Hansastraße/Ecke Mittelweg eingerichtet. Das erste Hockeyspiel bestreitet er gegen den Uhlenhorster Hockey-Club.

1909

Der Harvestehuder Hockey-Club ist Gründungsmitglied des neu geschaffenen Deutschen Hockey-Bundes.

1912

Luis-Maria Heyden vom HLTC nimmt im Tennis an den Olympischen Spielen in Stockholm teil und wird im gleichen Jahr mit dem Belgier Trasenster Internationaler Deutscher Meister im Herren-Doppel. Der HHC gewinnt in diesem Jahr den Hockey-Silberschild, der damals noch unter den Vereinsmannschaften ausgespielt wird sowie den Hansa-Pokal.

1913

Der HHC pachtet ein Grundstück an der Barmbeker Straße/Ecke Voßberg und beginnt dort mit dem Bau von zwei Hockeyplätzen. Diese können nach Fertigstellung Mitte 1914 aber nicht mehr eingeweiht werden, da der Erste Weltkrieg ausbricht.

1919

Der Erste Weltkrieg ist zu Ende, beide Clubs haben große Verluste erlitten, die wirtschaftlichen Verhältnisse sind katastrophal. Sie beschließen eine Verschmelzung des Harvestehuder Hockey-Clubs mit dem Harvestehuder Lawn-Tennis-Club zum "Harvestehuder Tennis- und Hockey-Club" (HTHC). Tennis wird zunächst weiter am Rothenbaum gespielt, Hockey auf den zwei neuen Plätzen an der Barmbeker Straße.

1920

Ein Holzclubhaus mit Umkleidekabinen wird errichtet. Der Club erhält die Adresse: Voßberg Nr.1. In diesem Jahr erscheint auch die erste Clubzeitung.

1922

Auf Wunsch der Stadtverwaltung von Travemünde baut der HTHC neben dem dortigen Kurhaus auf eigene Kosten eine Tennisanlage, auf der die Kurgäste gegen Gebühren Tennis spielen können. Diese Anlage wird 1925 an die Stadt Travemünde verkauft und von dem Erlös die Plätze am Voßberg ausgebaut und das Clubhaus vergrößert.

1923

Der Tennis-Bereich zieht endgültig an die Barmbeker Straße. Der HTHC verfügt dort nun über zwei Hockey- und sieben Tennisplätze.

1927

Die Hockey-Damen des HTHC spielen in Wimbledon. Es ist die erste Reise einer deutschen Damenhockey-Mannschaft nach England.

1930

Unser Mitglied Miken Rieck-Galvao leitet von 1929-1945 das deutsche Damenhockey im DHB und ist von 1930-1940 Präsidentin des Comitè Feminin des Hockey-Weltverbandes FIH. Sie arrangiert das erste Länderspiel einer deutschen Damenhockey-Nationalmannschaft. Deutschland gewinnt 3:2 gegen Australien, unter Beteiligung von drei Spielerinnen des HTHC.

1935

Miken Rieck-Galvao stiftet im Damenhockey den Eichenschild für Verbandsmannschaften, als Pendant zum Silberschild bei den Herren.

1936

Der HTHC stellt mit Tito Warnholtz bei den Herren und Margot Schmidt bei den Damen die Torhüter beider deutscher Hockey-Nationalmannschaften. Tito erreicht die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Berlin.

1936

Der HTHC stellt eine Eishockey-Mannschaft auf, die an den Punktspielen um die Gaumeisterschaft teilnimmt. Gespielt wird auf der neuen Eisbahn am Zoo (heute Planten un Bloomen).

1938

Das Hockey-Länderspiel der Herren, Deutschland gegen Dänemark, findet vor 2.500 Zuschauern beim HTHC auf dem Voßberg statt.

1939

Der Zweite Weltkrieg bricht aus. Auf dem alljährlichen HTHC-Sommerfest erhalten viele Tennis- und Hockeyspieler die Nachricht von ihrer Einberufung. Der HTHC versendet die ersten Kriegsbriefe an seine an der Front stehenden Mitglieder.

1941

Der HTHC feiert angesichts der Kriegsverhältnisse in bescheidenem Rahmen sein 50-jähriges Bestehen.

1942

Die Hockeydamen des HTHC werden Deutscher Meister. Es ist die erste von insgesamt 14 Meisterschaften auf dem Feld, die unsere Damen zwischen 1942 und 1973 erringen.

1942

Bei den Tennis-Gaumeisterschaften stehen zwei HTHCer im Endspiel.

1943

Hockeyplatz II erhält bei den großen Luftangriffen auf Hamburg zwei Bombentreffer. Sonst bleibt das HTHC-Gelände unbeschädigt.

1943-1944

Die Technische Nothilfe wird in unser Clubhaus einquartiert und belegt beide Hockeyplätze. Erst Anfang 1944 wird unsere Anlage wieder geräumt. 

1945

Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Das Clubgelände ist von britischen Truppen für den "United Services Hockey-Club" beschlagnahmt; im Clubhaus wird eine Sergeants-Mess eingerichtet. HTHC-Mitglieder dürfen den Club nicht mehr betreten.

1947

Dem HTHC steht das Clubgelände wieder zur Verfügung. Der  Club ändert sein Abzeichen endgültig von "Scholle" zu "Schild". Hockey wird seit Ende 1945 auf den Plätzen an der Ulmenallee im Stadtpark gespielt; die 1.Herren sind in 50 Spielen ungeschlagen.

1947

Da die großen Tennisanlagen in Berlin und auch in Hamburg am Rothenbaum in Trümmern liegen, baut der HTHC auf seiner Anlage am Voßberg einen Tribünenplatz für 3500 bis 4000 Zuschauer. Auf diesem Centre-Court finden von 1947 bis 1951 Tennisturniere statt, bei denen die gesamte deutsche Spitzenklasse - und später auch die ausländische - am Start sind. Der spätere Daviscupspieler und Wimbledon-Teilnehmer Gottfried v.Cramm wird Mitglied im HTHC.

1950

Frau Erika Wex übernimmt als Nachfolgerin von Miken Rieck-Galvao das Amt der Damenwartin im DHB und leitet das deutsche Damenhockey. F.W. Lübbert übernimmt den Vorsitz in der Hamburger Tennis-Gilde.

1951

Bundespräsident Theodor Heuss verleiht der 1.Damen-Hockeymannschaft des HTHC für ihre vierte Deutsche Meisterschaft in Folge das Silberne Lorbeerblatt.

1954

Das Eishockey im HTHC nimmt immer profihaftere Züge an. Der Vorstand ist deshalb gezwungen, die Eishockey-Abteilung aufzulösen.

1956

Die Barmbeker Straße wird vierspurig ausgebaut. Der HTHC verliert einen breiten Geländestreifen. Als Folge müssen der Eingang verlegt, der Hockeyplatz 1 verschoben und der Centre Court abgerissen werden.

1963

Die 1.Hockeyherren werden Deutscher Vizemeister. Im Endspiel in Berlin unterliegen sie dem BHC erst in der Verlängerung.

1966

Das alte Clubhaus wird abgerissen, ein neues Clubhaus eingeweiht. 46 Jahre hat das alte Holzclubhaus des HTHC gestanden, es war in ganz Deutschland für seine Gemütlichkeit und seine Geselligkeit bekannt. Nun hat es ausgedient.

1967

In den 30er Jahren stellte der HTHC bei den Herren und bei den Damen die Torhüter beider deutscher Hockey-Nationalmannschaften. Nun ist es wieder so weit, bei den Herren mit Walter Farnsteiner und bei den Damen mit Heidi Kehrhahn-Schinner.

1971

Die Hockey-Herren des HTHC steigen zum ersten Mal in die Bundesliga auf.

1973-1974

Die Hockey-Damen des HTHC erringen 1973 ihre 14. Deutsche Meisterschaft.

Sie gewinnen 1974 den zum ersten Mal ausgetragenen Europapokal der Landesmeister.

1975

Der HTHC weiht in Langenhorn am Beckermannweg ein 36.000 Quadratmeter großes Pachtgelände ein. Zunächst werden drei Hockeyplätzen gebaut und ein Umkleidehaus errichtet. Später kommen ein Clubhaus und insgesamt 8 Tennisplätze hinzu.

1984

Der HTHC errichtet am Vossberg auf den ehemaligen Tennisplätzen 1 und 2 eine eigene Dreifeld-Tennishalle.

1990-1991

Der HTHC baut 1990 seinen ersten Hockey-Kunstrasenplatz und feiert 1991 sein 100jähriges Bestehen.

1993

Der HTHC errichtet am Vossberg eine eigene Hockeyhalle.

1996

Die Herren des HTHC schaffen das "Double": Sie gewinnen die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft in Ludwigshafen und werden in Mülheim zum 1.Mal in der HTHC-Geschichte Deutscher Feldhockey-Meister.

1997-2000

In diesen Jahren erreichen die Hockey-Herren folgende Titel:
Feld: 2 x Deutscher Meister, 1 x Vizemeister, 1 x Europa-Cup Sieger, 2 x Europa-Cup Vize, 1 x Deutscher Pokalsieger.
Halle: 1 x Vizemeister, 2 x Europa-Cup Sieger.

2001

Der HTHC nimmt neben Tennis und Hockey eine dritte Sportart auf: Lacrosse. Dieser schnelle und kampfbetonte Mannschaftssport hat seinen Ursprung bei den Indianern Nordamerikas und ist in Kanada Nationalsport. Es wird mit einem Hartgummiball und einem Schläger/Stick gespielt, bei dem am Kopfende ein Netz angebracht ist. Der Ball wird mit dem Schläger gefangen, getragen und in ein Tor von der Größe eines Eishockeytores geworfen. Unsere Mannschaft nennt sich die "HTHC-Warriors".

2002-2006

Im Lacrosse werden die HTHC-Warriers 2002 und 2003 zwei Mal hintereinander Deutscher Vize-Meister, die Damen-Mannschaft 2006 Deutscher Meister.

2007-2008

Die HTHC Hockey-Damen werden 2007 in der Halle Deutscher Meister sowie 2008 Europapokalsieger der Landesmeister.
Im Lacrosse werden die Damen 2 x Deutscher Meister, die Lacrosse-Herren 1x Deutscher Meister und 1x Deutscher Vizemeister.

2008

American Football im HTHC: Die Football-Mannschaft der "Hamburg Huskies" findet im HTHC eine neue Heimat. Sie trainieren auf dem ehemaligen Hockeyplatz III in Langenhorn und sind 2014 in die Football-Bundesliga (GFL) aufgestiegen.

2012-2015

Der HTHC wird 2012 von der EHF zum besten Club Europas ernannt.
Die Hockey-Herren werden 2013 zum dritten Mal Deutscher Meister in der Halle.
Der HTHC wählt für die Erneuerung seines Kunstrasens 2013 den blauen Belag der Olympischen Spiele in London. Der HTHC ist damit der einzige Club in der Bundesliga, der seine Punktspiele auf einem blauen Kunstrasen austrägt.

2014-2015

Die Hockey-Herren gewinnen 2014 in London den Hallen-Europacup der Landesmeister.
Die Hockey-Herren werden in Eindhoven Gewinner der Euro-Hockey-Ligue auf dem Feld.
Die Hockey-Herren werden nach 14 Jahren wieder Deutscher Meister auf dem Feld.
Die Hockey-Herren des HTHC werden zur Hamburger Mannschaft des Jahres 2014 gewählt.
Die Hockey-Herren werden von der Stadt Hamburg zu einem Empfang im Rathaus geladen.
Der HTHC erhält für vorbildliche Talentförderung das Grüne Band (Commerzbank und DOSB).
Die Hockey-Herren werden 2015 in Berlin erneut Deutscher Meister in der Halle.